reflexionen

Die erhobenen empirischen Daten und gewonnenen Erfahrungen aus Sicht der hilfe- und ambulant pflegebedürftigen Menschen werden unter Gerechtigkeits-, Sicherheits-, Verantwortungs-, Privatheits- und Vulnerabilitätsaspekten kritisch reflektiert. Die Analysen werden in den Kontext gesellschaftlicher sowie demografischer Entwicklungen und Diskurse gestellt. Dabei werden bestehende Konzepte - insbesondere die derzeitige Entwicklung von Resilienzkonzepten sowie Kommunikationskonzepte in Krisensituationen - kritisch hinterfragt und auf dieser Grundlage weiterentwickelt.

 

Auf Basis der Reflexionen werden im Rahmen der sich anschließenden Arbeitspakete Leitlinien für die zukünftige Erstellung neuer bzw. Überarbeitung bestehender Konzepte zu Kommunikationsstrategien in Krisensituationen erstellt. Darüber hinaus werden Handlungsempfehlungen und Konzepte zu Kompetenzzuschreibungen und Verantwortungskonstellationen und Sicherheitsverteilung für Entscheidungsträger im Bereich des Katastrophenschutzes erarbeitet.

 

Ethische Reflexionen sowie deren empirische Verankerung bilden einen zentralen Bestandteil der Arbeiten im Projekt KOPHIS. Technische und nicht-technische Hilfsmaßnahmen stellen implizite Anforderungen an die entsprechende Zielgruppe. Insbesondere der Fokus auf die vulnerable Gruppe der pflege- und hilfsbedürftigen Menschen erfordert eine fundierte Reflexion über die Kapazitäten der Zielgruppe. Zudem stellen sich auf der gesellschaftlichen Ebene zentrale Fragen der (Verteilungs-) Gerechtigkeit, welche Aspekte der Privatheit, der Sicherheit, der Vulnerabilität, der Verantwortung und der Kommunikationsstrukturen umfassen.

 

Die ethischen Analysen und Reflexionen stellen somit eine Querschnittsaufgabe dar, die den gesamten Forschungsprozess begleitet, dabei Ergebnisse rückkoppelt und unter ethischen Aspekten reflektiert und beeinflusst. Die Arbeit an der konkreten Empirie wie auch an übergeordneten gesellschaftlichen Entwicklungen ermöglicht dabei eine kritische Analyse bisheriger Resilienzkonzepte und deren Weiterentwicklung durch die Implementierung der im Forschungsprozess gewonnenen Erkenntnisse. Die ethische Reflexion der Forschungspraxis des Verbunds sorgt für die Verankerung ethischer Standards im Forschungsprozess und erlaubt damit die Entwicklung und Erprobung von ethisch wie auch gesellschaftlich akzeptablen Hilfsmitteln im weiteren Projektverlauf.

 

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