kophis

Das Forschungsprojekt KOPHIS zielt auf die Stärkung der Resilienz hilfe- und pflegebedürftiger Menschen in Privathaushalten in allen katastrophenrelevanten Phasen. Das Projekt nimmt die Gruppe der hilfe- und pflegebedürftigen Menschen in ihrer Vielfalt in den Blick. So reicht häusliche Pflege von der punktuellen Unterstützung einzelner Aktivitäten bis hin zur Dauerpflege bettlägeriger Menschen oder der Sorge für Menschen mit dementiellen Erkrankungen.

 

Deren Sicherheit im Krisen- und Katastrophenfall - v. a. bis zum Eintreffen professioneller Hilfskräfte - beruht deswegen auf der Selbsthilfekompetenz und Resilienz ihrer Kontexte, d. h. ihres persönlichen und sozialen Umfeldes. KOPHIS greift in diese Forschungslücken und strebt eine ethische Bewertung des Resilienz-Konzepts an, an dessen Ende eine ethisch wie empirisch evaluierte Neukonzeptionierung von Selbsthilfe stehen soll. So wird mit Pflegeinstitutionen und weiteren relevanten Gruppen (z. B. Nachbarschaftsvereinen und Wohnungs-baugesellschaften) ein Unterstützungsnetzwerk erstellt, auf welches die privat Hilfe- und Pflegebedürftigen zurückgreifen können.

 

Um die Versorgung dieser Gruppe im Krisen- und Katastrophenfall zu gewährleisten, bedarf es der stärkeren Berücksichtigung dieser Netzwerke der hilfe- und pflegebedürftigen Personen in Privathaushalten. Tragfähige Netzwerke, Kommunikations- und Informationsprozesse müssen bereits in Nicht-Krisenzeiten geknüpft werden, um im Krisenfall erste Hilfeleistungen durch die Nachbarschaft und weitere im Vorfeld sensibilisierte Personen sicherzustellen (Blättner et al. 2013). Das Projekt KOPHIS leistet dafür einen wesentlichen Beitrag, indem die bislang weitgehend separat voneinander existierenden Felder BOS und Katastrophenschutz sowie Pflegeinfrastrukturen in allen Phasen des sog. Disaster Mangement Cycle (Wisner/Adams 2003) miteinander verzahnt werden. Auf diese Weise können durch Sensibilisierung der Akteur*innen bestehende Risiken reduziert und Katastrophen besser bewältigt werden und gleichzeitig durch konkrete, praxistaugliche Konzepte Vorbereitungen für Krisenfälle getroffen werden.

 

Das Projekt besteht aus insgesamt 7 aufeinander aufbauenden Arbeitspaketen, die sich an den Phasen des zeitlichen Verlaufs des Projekts orientieren.

 

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Förderkennzeichen:  13N13869 bis 13N13873

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Deutsches Rotes Kreuz (DRK) e. V.