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"Ältere und pflegebedürftige Menschen in Krisen und Katastrophen"  auf der Fachtagung Katastrophenvorsorge in Berlin

 

„Ältere und pflegebedürftige Menschen in Krisen und Katastrophen“ war das Thema eine Workshops im Rahmen der Fachtagung Katastrophenvorsorge am 16. und 17.10.17 in Berlin.

Zur Einführung in das Thema machte Carolin Reintjes von HelpAge Deutschland deutlich, dass in Katastrophen in verschiedenen Ländern der Anteil der älteren Menschen unter den Toten deutlich höher als ihr Anteil an der Bevölkerung ist. Annette Händlmeyer und Heidi Oschmiansky vom DRK Generalsekretariat beleuchteten die besonderen Herausforderungen in Deutschland mit Blick auf zu Hause versorgte pflegebedürftige Menschen in Krisen und stellten kurz das Forschungsprojekt KOPHIS vor.

Anschließend erfolgte eine Sensibilisierungs-Evakuierungsübung unter Zuhilfenahme von Rollatoren, Ohrenstöpseln, Halskrausen, sichteinschränkenden Brillen etc.. Dies sollte den Teilnehmenden ein Einfühlen ermöglichen, mit welchen Herausforderungen und Hindernissen eine Evakuierung für alte und pflegebedürftige Menschen verbunden sein kann (siehe Foto links).

© DRK e.V.

 

In World-Cafés diskutierten die Teilnehmenden dann die Herausforderungen für  Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sowie mögliche Lösungsansätze. Dabei wurde abwechselnd die Situation in Deutschland und in Entwicklungsländern thematisiert. Abschließend wurde erörtert, was voneinander gelernt werden könnte (siehe das graphic recording rechts zu Teilergebnissen).

Interessante Anregungen bezogen sich mit Blick auf die internationalen Erfahrungen auf eine (stärkere) Sensibilisierung in den Gemeinden für das Thema unter Einbeziehung der älteren Menschen. Mit Blick auf die Kommunikation vor und während einer Katastrophe wurde angeführt, dass die Sprache leicht verständlich sein sollte, auch Piktogramme genutzt werden könnten und mit Blick auf die Warnung auf Barrierefreiheit sowie auf analoge Informationen zu achten sei

Zudem wurde die Bedeutung der Nachbarschaft hinsichtlich der zu Hause versorgten pflegebedürftigen Menschen hervorgehoben. Die sozialen Kontakte in der Nachbarschaft sollten stärker gefördert werden. Denn in Krisen und Katastrophen  sind tragfähige Nachbarschaftsnetzwerke erforderlich, aus denen heraus sich Menschen um zu Hause versorgt pflegebedürftige Menschen in solchen Situationen unter Umständen kümmern können, bis der Rettungsdienst bzw. Unterstützung kommt

 

© Grafic recording von Esther Blodau (www.estherblodau.com)

 

Wie kann die Resilienz von älteren, pflege- und hilfsbedürtigen Menschen für Krisen und Katastrophen gestärkt werden?  – Austausch mit dem Niederländischen Roten Kreuz

Das Niederländische Rote Kreuz - assoziierter Partner von KOPHIS - setzt seit 2014 ein Projekt zur Stärkung der Resilienz der Bevölkerung für Krisen und Katastrophen um. Da die Module des Projektes bei Bedarf auch für besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen ausgerichtet werden können, besuchten die  Koordinatorinnen des KOPHIS-Projekts vom DRK Generalsekretariat die niederländischen Kolleg*innen  zu einem vertieften Austausch in Den Haag und Amersfoort.

Interessant waren aus der KOPHIS-Perspektive insbesondere die Netzwerk-Workshops und die Bingo-Spiele. Im Rahmen von Netzwerk-Workshops werden hilfreiche Tipps vermittelt, wie ein Kontakt zu Nachbarn aufgenommen und aufrechterhalten werden kann (z.B. zur Aufbewahrung von Zweit-Schlüsseln oder für Notsituationen). Bingo-Spiele können als niedrigschwellige Sensibilisierungsmethode für die Themen ‚häusliche Sicherheit‘ und ‚Vorbereitung auf Notfallsituationen‘ eingesetzt werden. Wie ein solches Bingo-Spiel praktisch gestaltet werden, konnten die KOPHIS-Koordinatorinnen bei einem Rotkreuzworkshop für Trainier*innen in Amersfoort lernen (siehe Foto links).

©DRK e.V.von links nach rechts: Dr. Heidi Oschmiansky (DRK), Jan Huurdemann (Niederländisches Rotes Kreuz); Annette Händlmeyer (DRK), Aus Greidanus (Niederländisches Rotes Kreuz)

 

Eine weitere interessante Station war der  ROTKreuz-Shop in Den Haag (Foto rechts). Das Shop-Fomat soll die Kontaktaufnahme erleichtern, eine Voranmeldung ist nicht nötig. Mit den Angeboten, wie Sicherheitskurse für Ältere, Erste-Hilfe-oder Digitalisierungskurse sowie Sprachkurse für verschiedene Zielgruppen, soll die Vernetzung im Quartier gefördert und die Resilienz der Bevölkerung gestärkt werden. Derzeit wird der Shop von rund 3.500 Menschen aus dem Quartier genutzt. In ihm arbeiten über 60 Freiwillige.

 

 

@NRK, von links nach rechts: Annette Händlmeyer, DRK; Esther Meents, NRK Projektleiterin EHBA und In-Office-Beratung; Florina van der Kraan, NRK, Projektleiterin bezirksorientierte Arbeit/Selbsthilfe; Yvonn Breedijk, NRK, Projektleiterin Vorbereitung für Notsituationen, Dr. Heidi Oschmiansky, DRK

 

Hurrikan Harvey und Menschen mit Pflegebedarf

Wenn Krisen oder Katastrophen eintreten, ist schnelle Hilfe wichtig. Aber nicht immer können professionelle Einsatzkräfte in einer Krisensituation sofort und überall vor Ort sein. Wie schnell eine Situation dramatisch  werden kann, insbesondere für Menschen mit Pflege- und Hilfsbedarf, zeigt die Flutkatastrophe in Texas infolge des Hurrikans Harvey. Dort hat der Starkregen seit dem 28. August 2017 zu massiven Überschwemmungen geführt, in dessen Folge mehrere Hunderttausend Menschen zeitweise ohne Strom waren und zehntausende Menschen flüchteten. Der Bürgermeister von Houston forderte die Menschen auf, sich beim Eintreffen des Wassers auf die Dächer zu retten. Eine Pflegeeinrichtung  in der Stadt Dickinson wurde fast vollständig überflutet. Die Leiterin versuchte  zunächst vergeblich, professionelle Hilfe über die Notrufnummer zu erhalten. Sie machte ein Foto, das sich rasch im Internet verbreitete und das die Bewohnerinnen der Pflegeeinrichtung zeigt, wie sie in ihren Rollatoren und Sesseln sitzen: das Wasser geht ihnen bis zu den Hüften. Das Foto trug zur Rettung der Seniorinnen bei, die von der Nationalgarde evakuiert wurden.     [link zu: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/sturm-harvey-flutkatastrophe-in-texas-bilder-aus-dem-netz-a-1164856.html

http://www.chron.com/news/houston-weather/hurricaneharvey/article/seniors-flood-water-Hurricane-Harvey-nursing-home-12013358.php]

Das Beispiel zeigt, wie wichtig für Menschen mit Pflege- und Hilfsbedarf ein Netzwerk von Unterstützerinnen und Unterstützern vor Ort in Krisen und Katastrophen ist. Das Projekt KOPHIS zielt darauf, die Resilienz von Menschen mit Pflege- und Hilfsbedarf unter anderem durch die Förderung eines Netzwerkes im Sozialraum zu stärken.

Wenn der Himmel tobt: Hurrikan Harvey und die Versorgung von Pflegebedürftigen in Schadenslagen

 

Auf die Versorgung von Pflegebedürftigen in Extremwettersituationen geht  der Blog-Beitrag von Veronika Zettl vom Fraunhofer IAO ein

Bisherige Veranstaltungen

© DRK e.V.

KOPHIS auf dem DRK Fachberatertreffen Betreuungsdienst am 17. und 18.06.2017 in Hannover

 

Der Betreuungsdienst hat die Aufgabe, bei Störungen oder einem Ausfall gesellschaftlicher, sozialer oder medizinischer Strukturen, Menschen in Notlagen, die keine sofortige akutmedizinische Behandlung bedürfen, Hilfe anzubieten. Die ehrenamtlichen Helfer vom DRK-Betreuungsdienst waren zum Beispiel beim Hochwasser 2013 oder im Jahr 2015 bei der Versorgung der großen Zahl geflüchteter Menschen aktiv und haben sie mit Nahrung, mit der Unterbringung in Notunterkünften und mit psychosozialer Notfallversorgung unterstützt.

 

Beim Fachberatertreffen am 17. und 18. Juni 2017 in Hannover wurde auch das Forschungsprojekt KOPHIS vorgestellt. Die Bedürfnisse von pflege- und hilfsbedürftige Menschen im Krisenfall standen dabei im Fokus. Die Fachberaterinnen und Fachberater diskutierten in den anschliessenden Workshops die Herausforderungen, mit denen der Betreuungsdienst konfrontiert ist.

06.06.2017: KOPHIS auf der landesweiten Krisenmanagementtagung des DRK Landesverbandes Nordrhein

 

Am 06.05. wurde das Projekt KOPHIS auf der landesweiten Krisenmanagementtagung des DRK Landesverbandes Nordrhein vorgestellt. Die Schwerpunkte der Tagung waren besondere Einsatzlagen, auch aus Sicht der Polizei, sowie die Konzeption zur zivilen Verteidigung des Bundes.
Der Vortrag zu KOPHIS passte dahingehend besonders gut in die Reihe der Vorträge, da Erkenntnis aller Bereiche war, dass eine Eigenleistung der Bevölkerung notwendig ist und auch gefordert werden kann (wichtig ist hier die richtige Kommunikation), sowie dass es unerlässlich ist, schon von dem Eintreten eines Ereignisses die relevanten Akteure zu kennen. Dies ist auch zentrale Erkenntnis von KOPHIS und soll mit den Runden Tischen in der Modellregion Willich verfestigt werden.

Bundesamt für Katastrophenschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

 

29.03.17: KOPHIS in der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivil-schutz in Bad Neuenahr-Ahrweiler

 

Die Akademie für Krisenmangement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) des Bundesamtes für Bevölkerungs-schutz und Katastrophenhilfe ist die zentrale Aus- und Fortbildungseinrichtung des Bundes im Bevölkerungs-schutz. Sie richtet sich mit ihrem Bildungsangebot primär an die mit Fragen der zivilen Sicherheitsvorsorge befassten Entscheidungsträger und Multiplikatoren aller Verwaltungsebenen.

 

 

Im Rahmen des Fachseminars "Notfallvorsorge, Energie und Wirtschaft" wurde das Forschungsprojekt KOPHIS vorgestellt. Frau Dr. Oschmiansky vom Deutschen Roten Kreuz-Generalsekretariat wies in ihrem Vortrag auf internationale und nationale Erfahrungen zu Menschen mit Pflege- und Hilfsbedarf in Krisen und Katastrophen hin und stellte das Konzept sowie erste Zwischenergebnisse von KOPHIS vor. Die Teilnehmenden des Fachseminars zeigten großes Interesse und diskutierten Fragen zu der ambulanten Versorgung von pflege- und hilfsbedürftigen Menschen in Schadensereignissen. 

© DRK e.V.

 

07.03.2017: „Katastrophen früher und heute“ –

1. KOPHIS-Dialogforum in Willich-Anrath

 

Am 07.03.2017 fand in der DRK-Begegnungsstätte Willich-Anrath das erste Dialogforum mit Pflege- und Hilfsbedürftigen sowie pflegenden Angehörigen und Bezugspersonen statt. An den beiden Veranstaltungen nahmen 37 Personen teil. Um berufstätigen pflegenden Angehörigen eine Teilnahme zu ermöglichen, wurden eine Veranstaltung am frühen Nachmittag und eine am Abend angeboten.

Frau Schwerdtfeger, Beigeordnete der Stadt Willich für Freizeit, Familie und Sicherheit (siehe Foto unten links), begrüßte die Teilnehmenden und  hob hervor, wie wichtig KOPHIS sei. Sie hoffe, dass auch andere Kommunen von diesem Projekt einen Nutzen hätten und von Willich eine Strahlkraft ausgehe.

Wintersturm und Stromausfall – auf dieser Grundlage wurde mit den Teilnehmenden in Kleingruppen einleitend über bereits vorhandene Erfahrungen mit diesem Szenario diskutiert. Im nächsten Schritt wurden persönliche Bedarfe, aber auch mögliche Selbsthilfepotenziale in einer solchen Krisensituation erörtert.

 

Es gab einen regen Austausch zwischen den Teilnehmenden und den Projektbeteiligten.  Deutlich wurde, dass sich schon viele Teilnehmende Gedanken gemacht hatten, aber einige Punkte nicht bedacht worden waren: welche wichtigen Geräte zum Beispiel bei einem Stromausfall ausfallen würden oder dass sich elektrische Rolläden nicht mehr öffnen lassen. Ein großes und sehr schnell auftretendes Problem wäre zum Beispiel auch die Toilettenspülung.

Interessant waren auch die Hinweise von Teilnehmenden, dass es zum Teil eine sehr aktive Nachbarschaft gäbe, wo man sich selbstverständlich gegenseitig unterstützen würde. Andere Teilnehmende verwiesen dagegen darauf, dass die Nachbarschaftshilfe eher zurückgegehen würde und dass es zunehmende Menschen gäbe, die eher zurückgezogen leben würden.

 

Folgende Themenwurden von vielen Teilnehmenden u.a. als wesentlich betrachtet:

        

§ Kontakte und Vernetzung im unmittelbaren Sozialraum (v.a. Nachbarschaft, Familie)

§ Informationen zu Ansprechpartnern außerhalb des eigenen Umfelds und zu Anlaufstellen

§ Informationen zu Maßnahmen der Eigenvorsorge (z.B. Vorratshaltung)

Teilnehmende regten zudem an, dass das Thema „Katastrophenschutz“ grundsätzlich stärker in der Öffentlichkeit angeführt werden sollte. So könnte zum Beispiel auch in Schulen das Thema aufgegriffen werden.

 

Insgesamt waren die Beiträge und Anregungen der Teilnehmenden eine sehr große Bereicherung für KOPHIS. Nun werden die Erkenntnisse des 1. Dialogforums ausgewertet und darauf basierend Hilfsmaterialien entwickelt. Diese werden im kommenden Jahr – zum 2. Dialogforum 2018 –  vorgestellt.

 

siehe auch:

 

Willicher Nachrichten.pdf
PDF-Dokument [3.7 MB]

 

07.02.2017: 7. Stuttgarter Runder Tisch

 

Auch beim 7. Stuttgarter Runden Tisch »Forschung im Bevölkerungsschutz« war KOPHIS ein Thema. Die Veranstaltung stand unter dem Motto »Krisenmanagement und Bevölkerung – Hilfe- und Selbsthilfefähigkeiten der Zivilgesellschaft« und in einem Workshop wurde intensiv die Frage diskutiert, wie die ambulante Versorgung von Pflegebedürftigen in Krisenfällen sichergestellt werden kann.

Das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) lud Vertreterinnen und Vertreter von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Pflegediensten und zivilgesellschaftlichen Organisationen ein, um diese spezifische Herausforderung des Katastrophenschutzes zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu gestalten.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Frau Schwerdfeger, Beigeordnete der Stadt Willich © DRK Generalsekretariat e.V.

26.01.2017: 1. Runder Tisch in Willich - ein großer Erfolg! 

 

Am 26. Januar 2017 fand in der Rettungswache der Stadt Willich im Rahmen von KOPHIS der erste Runde Tisch in der Modellregion Willich statt. Eingeladen waren Vertreterinnen und Vertreter der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben der Stadt Willich, zivil-gesellschaftlichen Organisationen, ehrenamtlichen Initiativen sowie Pflegedienste und -einrichtungen vor Ort. Ziel des ersten Runden Tisches war, einen Austausch zwischen den Vertreterinnen und Vertretern über die Bedürfnisse von Menschen mit Pflege- und Hilfsbedarf in außergewöhnlichen Krisensituationen, wie zum Beispiel einem größeren Stromausfall, anzuregen.

 

© DRK Generalsekretariat e.V.

Frau Schwerdtfeger, Beigeordnete der Stadt Willich für Freizeit, Familie und Sicherheit, begrüßte ausdrücklich, dass das Projekt KOPHIS in Willich umgesetzt wird. Sie hoffe, dass von KOPHIS eine Strahlkraft ausgehe und auch andere Kommunen hiervon profitieren könnten.

Zur Einstimmung auf das Thema wurde ein Szenario mit Stromausfall und Wintersturm vorgestellt und die möglichen Effekte für private Haushalte, Einrichtungen des Gesundheitswesens und Menschen mit Pflege- und Hilfsbedarf, die zu Hause unterstützt werden. Anschliessend diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kleingruppen über die Herausforderungen und mögliche Lösungen. Die Diskussionen verliefen sehr engagiert und kenntnisreich. Die unterschiedlichen Perspektiven der Teilnehmenden bereicherten die Diskussion. Anschließend präsentierte jede Kleingruppe ihre Diskussionsergebnisse mit zahlreichen interessanten Anregungen.

In der Abschlußrunde führten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, dass der Austausch fortgesetzt werden sollte und sie gerne im kommenden Jahr zum 2. Runden Tisch wiederkommen würden.

03.- 04.11.16: KOPHIS auf dem 7. Fachkongress Telemedizin in Berlin

 

Sebastian Dresbach, Geschäftsführer des ZTM, stellte auf dem 7. Nationalen Fachkongress Telemedizin das Forschungsprojekt KOPHIS vor. Herr Dresbach präsentierte die Einsatzmöglichkeiten der Telemedizin in allen Phasen des Katastrophenfalles. Das Interesse der Teilnehmenden an KOPHIS war groß, da das Projekt auf sich die Verbesserung der Versorgung der pflege- und hilfsbedürftigen Menschen zielt. Mit Hilfe von Technikinnovationen können die Informations- und Kommunikationsprozesse zwischen den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, den Pflegediensten, den pflegenden Angehörigen sowie den pflege- und hilfsbedürftigen Menschen und ihren sonstigen sozialen Netzwerke wesentlich verbessert werden. Die Telemedizin kann hier einen wichtigen Beitrag leisten.

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12.11.16: KOPHIS auf der 2. Sondertagung zum Komplexen Hilfeleistungssystem des DRK Landesverbandes Nordrhein e.V.

 

Das ZTM aus Bad Kissingen war zu Gast auf der 2. Sondertagung zum Komplexen Hilfeleistungssystem des DRK Landesverbandes Nordrhein e.V.. Zusammen mit der im Landesverband zuständigen Mitarbeiterin für KOPHIS wurde ein Poster im Rahmenprogramm der Veranstaltung vorgestellt und diskutiert. Das Interesse der verschiedenen Verantwortlichen aus unterschiedlichen Bereichen des DRK an KOPHIS war groß.

Neben der Posterpräsentation gab es auch die Möglichkeit an verschiedenen Info- bzw. Workshops teilzunehmen. Das Komplexe Hilfeleistungssystem beschreibt, dass alle Teile des Roten Kreuzes im Falle eines Notfalls zusammenarbeiten müssen, um den Menschen nach dem Maß ihrer Not zu helfen. Damit ist es DRK-intern sozusagen eine Grundlage für die Umsetzung von KOPHIS.

 

KOPHIS Poster
KOPHIS Poster_DRK LV Sondertagung.pdf
PDF-Dokument [503.6 KB]

05.11.16: Workshop Projekt KIRMin

 

Das DRK Nordrhein hat am ersten Workshop des BMBF-geförderten Forschungsprojektes KIRMin teilgenommen und interessante Anknüpfungspunkte zu KOPHIS entdeckt.

KIRMin - Kritische Infrastrukturen-Resilienz als Mindestver-sorgungskonzept: Das BMBF-geförderte Projekt untersucht Abhängigkeiten zwischen essentiellen Grundversorgungsinfra-strukturen (sog. Kritischen Infrastrukturen) in Deutschland. Es soll ein Konzept zur Mindestversorgung  der Bevölkerung während eines Stromausfalls bereitstellt werden und dieses in den Risiko- und Krisenmanagementprozess von Städten und Kommunen integriert werden.

Hierbei sollen auch spezielle Bevölkerungsgruppen betrachtet werden. Es gibt daher Schnittstellen zu KOPHIS, weshalb ein enger Austausch angestrebt wird.

Bevor es in interessante Gruppendiskussionen ging in denen erste Forschungsschwerpunkte für KIRMin gelegt werden sollten, gab es zwei Impulsvorträge von Betreibern kritischer Infrastrukturen. Zum einen beleuchtete ein Vertreter der RheinEnergie die Abläufe bei einem Stromausfall, zum anderen offenbarte ein Vertreter von Hamburg Wasser ihre Abhängigkeit von der kritischen Infrastruktur Strom.

© Kreis Viersen

30.09.16 : Fachtagung KOPHIS in Viersen

 

Am 30. September wurde das Forschungsprojekt KOPHIS im Kreishaus Viersen vorgestellt. Verantwortliche und Experten für Bevölkerungs-schutz und Soziales der Kreisverwaltung Viersen, der Stadtverwaltung Willich und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) berieten gemeinsam über die Durchführung des Projektes in der Modell-region. Katarina Esser, Dezernentin  für Soziales, Gesundheit und Arbeit, Kreis Viersen, brachte ihr großes Interesse für das Projekt zum Ausdruck.

Die Teilnehmenden der Fachtagung KOPHIS:

 

darunter Referent Steffen Schimanski (DRK), die Beigeordnete für Familie und Sicherheit der Stadt Willich, Brigitte Schwerdtfeger (5.v.l.), die Sozial- und Gesundheitsdezernentin des Kreises Viersen, Katarina Esser (6.v.l.), DRK-Projektkoordinatorin Dr. Heidi Oschmiansky (2.v.r.) und DRK-Kreisgeschäftsführer Detlef Blank (1.v.r.). Fachtagung KOPHIS

© Kreis Viersen

 

Steffen Schimanski (Bild rechts) und Dr. Heidi Oschmiansky, beide DRK e.V., stellten  KOPHIS vor. Das Forschungsprojekt wurde von den Teilnehmenden positiv aufgenommen, da es auf die Stärkung der Pflege- und Hilfsbedürftigen in der Stadt Willich für Not- und Katastrophensituationen zielt und gut zu dem Konzept "Miteinander leben und altern" der Stadt Willich passt.

 

 

 

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung vom Kreis Viersen:

 

Pressemitteilung Kreis Viersen.pdf
PDF-Dokument [165.7 KB]

 

Die Stadt Willich twitterte: HILFE zur SELBSTHILFE im Katastrophenfall. In Folge der alternden Gesellschaft werden immer mehr pflegebedürftige

siehe: https://twitter.com/Stadt_Willich/status/784324105457676289?s=02

 

27.09.2016: KOPHIS auf dem BarCamp Health "IT in Pflege & Versorgung

Am 27.09.16 fand das BarCamp Health IT  im Tagungszentrum des Evangelischen Johannesstiftes zum Thema "IT in Pflege und Versorgung" statt. Organisiert wurde die Veranstaltung Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie.

Rund 130 Teilnehmende hatten sich vor allem aus dem Bereich IT sowie der Alten- und Krankenpflege angemeldet. Nach zwei Einführungsvorträgen bestand für die Teilnehmenden die Möglichkeit, eigene Projekte vorzustellen. Das Konzept BarCamp sieht vor, dass jeder Interessierte eine Minute Zeit hat, sein Projekt vor den Zuhörenden zu präsentieren, die anschliessend darüber abstimmen, ob sie die Langfassung hören möchten. Insgesamt 15 Projekte - darunter auch KOPHIS - wurden präsentiert.

 

Nach der Vorstellung von KOPHIS von Fr. Dr. Oschmiansky, DRK-Generalsekretariat, ergab sich eine anregende Diskussion rund um das Thema "Hilfe zur Selbsthilfe" und die Frage der Erreichbarkeit in Katastrophen.

 

Den Vortrag finden Sie hier:

© Lässig/Berlin Partner

26.07.2016: Vorstellung von KOPHIS in Willich

 

Am 26.07. traf sich eine Vertreterin des DRK Landesverbandes Nordrhein mit dem Vorstand des DRK Ortsvereins Willich und stellte dort das Projekt KOPHIS vor. Das Treffen fand in Willich in der Begegnungsstätte des DRK in Anrath statt und war somit die erste Veranstaltung von KOPHIS vor Ort. Die Mitglieder des Vorstandes waren sehr interessiert am Projekt und boten die Unterstützung des Projektes an. Diese Unterstützung ist für das Projekt dahingehend besonders wertvoll, da der Ortsverein und seine Mitglieder natürlich in direktem Kontakt mit den Menschen in Willich sind. Wir freuen uns auf die nächsten Monate, in denen die Arbeit vor Ort noch intensiviert wird.

11. - 13.05.2016 in Fulda: "Europäische Leitmesse für Rettung und Mobilität"

 

Anlässlich der am Mittwoch beginnenden diesjährigen RETTmobil, der Leitmesse für Rettungsdienst und Mobilität, stellen das Deutsche Rote Kreuz und seine Partner das Projekt „KOPHIS“ vor.

(weiterlesen:  Mehr Hilfe zur Selbsthilfe im Katastrophenfall)

12. - 13.04.2016 in Berlin: 3. BMBF-Innovationsforum "Zivile Sicherheit"

 

Aktuelle und zukünftige Herausforderungen wurden hier in unterschiedlichsten Themenfeldern diskutiert. Das Spektrum reicht von der Zukunft der Krisen- und Katastrophenbewältigung bis zur Kriminalitätsprä-vention (www.sifo).

KOPHIS wurde mit weiteren Forschungsprojekten zur Sicherheitsforschung des Deutschen Roten Kreuzes auf dem Innovationsforum vorgestellt. Auch der Generalsekretär Christian Reuter vom Deutschen Roten Kreuz (3.v.l.) besuchte des Stand des DRK und informierte sich über die Forschungsprojekte.

 

 

»Angesichts der Tatsache, dass der Anteil älterer Menschen in den nächsten Jahrzehnten stark zunehmen wird, brauchen wir KOPHIS, um in Katastrophensituationen besser auf die Betreuung Hilfebedürftiger eingestellt zu sein«, sagt Wolfgang Kast, Teamleiter Gesundheitlicher Bevölkerungsschutz und Rettungsdienst im DRK-Generalsekretariat (r.).

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